Galaxy feiert 48:12 (19:6;16:0/7:0;6:6)-Kantersieg in Köln

Überlegene Frankfurter belohnen sich mit dem zweiten Saisonsieg in der European League of Football (ELF)

Die ersten beiden Spielminuten der Partie boten Football-Slapstick vom Feinsten. Einen vierten Versuch der Gastgeber in Form eines missglückten Punts erwischte Kai Hunter, der seinem Namen alle Ehre machte und das Ei zum Touchdown erjagte. Den möglichen Zusatzpunkt vergab jedoch Ryan Rimmler, der ebenso einen Akteur im falschen Trikot bediente, der auf und davon zog, zum vermeintlichen Ausgleich punktete. Gut, dass die Schiedsrichter den Überblick behielten, ein Kölner Foul gesehen hatten, das Procedere wiederholen ließen. Nun war Rimmler besser disponiert, sein Kick landete zum dann gültigen 7:0 zwischen den Stangen.

 

Die Begegnung nahm dann Fahrt auf, León Helm baute die Führung aus, als er gleich zweimal an der richtigen Stelle stand. Den Anschluss schaffte Kölns stärkster Legionär und One-man-Show, Quinten Pounds, der seine No.“1“ auch im zweiten Jahr am Rhein zu Recht trägt.

 

Der zweite Abschnitt sah dominierende Hessen, die mit gutem Laufspiel zum Erfolg kamen. Nico Strahmann (PAT Rimmler) und Cheikhou Sow bauten die Führung aus, dem Rimmler ein sensationelles Fieldgoal aus 51 Yards folgen ließ, bevor die Akteure zum Pausentee gebeten wurden.

 

Die zweite Hälfte wirkte weniger spektakulär, für das Highlight sorgte gleich zu Beginn Lorenz Regler nach einem gefühlvollen Pass seines Spielmachers Jakeb Sullivan, der seine gute Form der Vorwoche mit gekonnten Spielzügen untermauerte.

 

Das Castell der Centurions im Südstadion war inzwischen längst eingenommen, die zahlreichen Frankfurter Fans unter den gut 2.500 Besuchern zeigten dies lautstark und mit wehenden Fahnen an.

 

In den letzten fünfzehn Minuten der längst entschiedenen Partie bekamen auf beiden Seiten die Backups ihre Chancen, die zunächst die Men-in-Purple besser nutzten. Einen Fumble brachte die Lilanen in Angriffsposition, den folgenden neuen Spielzug nutzte Kai Hunter mit Wucht zu seinem zweiten Erfolgserlebnis an diesem Nachmittag.

 

„Alea iacta est“ wussten nun auch die Centurions, der Würfel würde nicht mehr in ihre Richtung fallen, auch wenn sie mit einem weiteren Touchdown den Schlussakkord setzten, der aber nicht mehr als hübsche Ergebniskosmetik bedeutete.

 

Nach drei Stunden und fünf Minuten beendete eine gelbe Flagge des Mannes mit der weißen Mütze die galaktische Auswärtsfahrt der Schützlinge von Cheftrainer Thomas Kösling, der zweite Sieg bei zwei Niederlagen ließ Frankfurt den Anschluss an die führenden Wiener nicht verlieren.

 

Ein sichtlich stolzer Coach zeigte sich mehr als zufrieden: „Großes Kompliment an die Jungs, gerade an die, die für die Verletzten in die Bresche sprangen und abgeliefert haben. Heute haben wir den Football geboten, den wir uns vorstellen.“

 

Mit einem weiteren Auswärtsspiel setzt Galaxy am kommenden Sonntag die Reisen fort, Innsbruck heißt die nächste Station, wo die Tirol Raiders auf den amtierenden Champion der ELF schon gespannt warten.

Die neue ELF

Die Sportart American Football wird jetzt auch in Europa auf einem neuen Niveau gespielt: Die European League of Football (ELF) geht mit zwölf Mannschaften aus Deutschland, Österreich, Spanien, Polen und der Türkei in die Saison von Juni bis September. Die neue Liga, gesteuert über ein professionelles Franchise-System, bietet allen Football-Fans auch in der NFL-freien Zeit ein attraktives sportliches Programm. Nach den ersten beiden Serien 2021 und 2022 wird die ELF in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.