Spieltag 2 Vienna Vikings 30 Frankfurt Galaxy 10 Roadtrip nach Wien nicht vom Erfolg gekrönt

©Peter Kramberger

Mit einer 10:30 (0:9; 3:7/ 7:8; 0:6)-Niederlage im Gepäck kehren die Footballer des amtierenden Champions der European League of Football (ELF) aus Österreich zurück.

Die Geschichte der Partie ist aus Frankfurter Sicht relativ schnell erzählt:
Schon im ersten Quarter wurden die Weichen zu Ungunsten der Hessen gestellt, die ohne ihren etatmäßigen, aber verletzten Quarterback Jakeb Sullivan antraten. Dessen Vertreter Moritz Johannknecht musste mit ansehen, wie Galaxy-Punter/Kicker Ryan Rimmler gleich mit einem Fieldgoal-Versuch aus einer Entfernung scheiterte, die ihm eine Woche zuvor noch wenig Kopfzerbrechen bereitet hatte.
Zudem misslang Rimmler kurz darauf ein Punt, der in den Armen des dankbaren Gegners landete, der das Ei zum ersten Touchdown der Partie trug. So sollte es weitergehen, denn auch die zweite Möglichkeit zu drei Frankfurter Punkten endeten im Nirvana der Wiener Generali-Arena.
Noch schlimmer zu diesem Zeitpunkt die Verletzung von Lars Hampel, der lange auf den Rasen liegenblieb.
Akt zwei schloss sich den zuvor unerfreulichen Ereignissen an, jetzt war es Gennadiy Adams, der vom Platz geleitet werden musste, nicht wiederkam. Wenigstens Kicker Rimmler fand zu alter Stärke zurück, verkürzte auf 3:9. Doch die Galaktischen kamen auch danach nicht zu ihrem Spiel, die Abwehr des öfteren zu passiv und zu weit weg von den Wikingern, die Offensive ein laues Lüftchen, die spätestens an der Red Zone das Spielglück verließ. Mit 3:10 ging es in die Halbzeit, aber die Skepsis war in den Gesichtern der Frankfurter deutlich zu lesen.
Die zweite Hälfte im Wiener Glutofen bei gut 30 Grad Celsius sollte weiter engagierte Lilane erleben, bei denen aber erneut mit Mamadou Sy ein starker Akteur verletzt passen musste, dem dann später Joachim Christensen folgte.
Hochkonjunktur für Teamarzt Doc Raussen und seine Crew, die alle Hände voll zu tun hatten. Der Touchdown von Marvin Rutsch zum zwischenzeitlichen 9:16 weckte den Lebensgeist bei Frankfurt, aber die postwendende Antwort der Vikings sah das Kösling-Team wieder klarer im Hintertreffen.
Der letzte Abschnitt brachte auch nicht die erhoffte Wende, zumal auch die eigene Offense den Wienern Punkte mit Fehlern erlaubte, die so nicht an der Tagesordnung sind, den deutlichen Endstand einläuteten.
Headcoach Thomas Kösling wollte den verdienten Sieg der stärkeren Wiener dann auch nicht beschönigen:
„Aber auch Kompliment für den großartigen Kampf meiner Jungs, auch wenn wir dumme Fehler machten, so im letzten Drittel der Partie auf die Verliererstraße gerieten. Es trifft uns im Moment Schlag auf Schlag, wenn erneut Starter verletzt ausfallen, aber jetzt gilt es, Mund abwischen und weiter geht’s!“ schickte der Chef der Seitenlinie aufmunternde Worte vor der kommenden Partie gegen die Panthers aus dem polnischen Breslau.

(Nächstes Spiel: Kickoff Sonntag, 19.6.2022 um 15 Uhr gegen Wroclaw Panthers)

Die neue ELF

American Football erreicht in Europa ein neues Level. Die European League of Football startet mit acht Mannschaften aus Deutschland, Spanien und Polen in die Saison von Juni bis September. Durch die neue Liga, die über ein professionelles Franchise-System gesteuert wird, kann den Fans, gerade in der NFL-freien Zeit, ein attraktives sportliches Programm geboten werden. Nach der ersten Serie soll die ELF in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.