Unser Coach Kay Schulmeyer ist nun seit 2 Wochen wieder zurück in Frankfurt. Vor wenigen Tagen haben wir uns mit ihm über die spannende Zeit bei den Kansas City Chiefs unterhalten und ihm exklusiv einige interessante Fragen gestellt.

Zu erst einmal freuen wir uns, dass du wieder gut bei uns in Frankfurt angekommen bist und hoffen, dass dir deine Zeit bei den Kansas City Chief großen Spaß gemacht hat. Wie wurdest du bei den Kansas City Chief aufgenommen?

Ja es war eine einzigartige Zeit, die ich für immer in Erinnerung behalten werden. Ich wurde beim Equipment Staff super aufgenommen. Ich hatten den Vorteil, dass ich den kompletten Equipment Staff schon von einem Trip nach New York und beim Spiel in London vor einigen Jahren kannte.

Was waren deine Tätigkeiten bei den Kansas City Chiefs?

Meine Aufgaben waren sehr umfangreich. Von allem was mit Helmen, Pads, Schuhe zu tun hat, über Anfragen zu Equipment Handschuhe, Compression Pants, T-Shirts bis hin zum Anfertigen von Extra T-Shirts für bestimmte Units. Während der Trainingseinheiten, durfte ich bei den Linebackern unter Coach Daily helfen. Danach wurde ich als Scout Tight End eingesetzt. Anhand eines Scripts habe ich mit 4-6 anderen Coaches, Scouts oder anderen Equipment Assistents Spielzüge simuliert. Als es dann in die Teamphase ging, war ich dann umgeben P Tommy Townsend, K Harrison Butker und LS James Winchester. Hier half ich dabei Punts, Kickoffs und PAT/FG zu fangen und zurück zu den Spielern zu bringen. Gerade mit dem Longsnapper James Winchester habe ich viel zu tun gehabt.

Wie war die Reaktion der Spieler als Sie erfahren haben, dass du aus Deutschland kommst?

Als es sich unter den Spielern rumsprach, dass da ein Deutscher ist, kam doch der eine oder andere mit Fragen oder sogar deutschen Sätzen und Wörtern. O-Liner Thuney ist da ganz groß drin gewesen. Er versuchte nur noch in deutsch mit mir zu sprechen. Das machte er echt sehr gut. Dann hörten das natürlich andere und schon war das Eis gebrochen. Ein anderer O-Liner berichtete, dass er im Film von Björn Werner ist und so kamen auch da echt spannenden Gespräche zu Stande. Es ist doch überraschend gewesen, wie viele Connections mit Deutschland im Team sind.

Wie war es, dass erste Mal ein Teil eines so großen NFL Teams zu sein?

Es war einfach überwältigend. Allein schon die Anzahl der Personen, die im Training involviert sind, war wahnsinnig. Wir hier bei Frankfurt Galaxy haben schon einen großes Coaching Staff für deutsche Verhältnisse. Aber dort sind wirklich viele helfende Hände involviert. Von Fellowship Coaches über Roadscouts, Equipment Staff, sogar das Operations Department ist aktiv im Training eingebunden.

Was ist deiner Meinung nach der größte Unterschiede eines NFL-Teams zu einem ELF-Team?

Es sind alles Vollzeit Profis: Spieler, Coaches, Staff und auch die Office Seite des Teams sind alle Vollzeit da und arbeiten unendliche Stunden um alles fürs Team zu organisieren. Auch die Menge an Personal ist bemerkenswert.

 

Vielen Dank Kay, dass du dir Zeit für uns genommen hast, wir freuen uns auf das Spiel gegen Rhein Fire am Wochenende.

 

Die neue ELF

Die Sportart American Football wird jetzt auch in Europa auf einem neuen Niveau gespielt: Die European League of Football (ELF) geht mit zwölf Mannschaften aus Deutschland, Österreich, Spanien, Polen und der Türkei in die Saison von Juni bis September. Die neue Liga, gesteuert über ein professionelles Franchise-System, bietet allen Football-Fans auch in der NFL-freien Zeit ein attraktives sportliches Programm. Nach den ersten beiden Serien 2021 und 2022 wird die ELF in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.